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2.7 Die Zukunft von WAP

Nichts wird in einschlägigen WAP-Diskussionsforen [2] so heftig diskutiert wie die Zukunft von WAP. Auf der einen Seite gibt es viele Personen, die diesem Protokoll keine Überlebenschance geben. Auf der anderen heftige Verfechter des Standards und überzeugte WAP-Anhänger. Wer letztendlich Recht haben wird, kann heute noch nicht gesagt werden. Eines ist allerdings unumstritten: wäre 1997 nicht der WAP-Standard definiert worden, hätten wir bedeutend länger auf Handys mit Internetanschluss warten müssen.

WAP hat den großen Vorteil, dass es Daten automatisch komprimiert. Es besteht kein Grund, weswegen ein HTML-Befehl wie <a href= ... als ASCII übertragen werden soll. Dieser Befehl taucht immer wieder auf und so liegt es nahe, ihn binärkodiert zu übertragen. Somit wird deutlich Bandbreite gespart. Desweiteren basiert WML auf XML und ist ausbaufähig. Für neue Funktionen wird einfach ein neuer Befehl hinzugefügt.

Es ist zwar mit ein paar Hilfsmitteln möglich, HTML-Seiten nach WML zu konvertieren, doch ergibt dies wenig Sinn. Ein WAP-Handy hat nur ca. 15 Tasten und ein kleines Monochromdisplay. Deshalb ist WML zur Zeit die beste Lösung, weil der Standard ideal an mobile Geräte angepasst ist.

Die Handys der Zukunft werden kaum mehr etwas mit den bisherigen Geräten gemeinsam haben. Sie werden zu komplexen Multifunktionsdevices ausgebaut sein, ein wenig Computer, ein wenig Telefon, ein wenig Tastatur (eventuell als Touch-Screen), alles in einem handlichen Gerät vereint. Durch die jetzt schon geplanten Datenübertragungsraten von UMTS und der nachfolgenden Systeme wird es auch möglich sein, diese Geräte multimediafähig auszubauen und z.B. unterwegs fernzusehen.

Ob WAP dann noch eine Rolle spielt, hängt von vielen Faktoren ab. Eines steht aber fest: der Inhalt für mobile Geräte muss immer an diese angepasst werden. Und hier eignet sich WAP sehr gut.


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2001-06-21 Copyright by Jens Bierkandt, bierkandt@waptune24.de, waptune24.de