WAP ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Spezifikation, die die Kommunikation zwischen dem mobilen Gerät wie einem Handy und dem Internetserver, auf welchem die aufgerufenen WML-Seiten liegen, regelt.
Zwischen dem Handy und dem Server liegt ein Gateway. Dieses ist für den nahtlosen Übergang von der mobilen Übertragungsschiene zum Internet zuständig. Diesem Gateway (auch WAP-Proxy genannt) fällt somit die Aufgabe zu, zwischen dem Telefonnetz und dem Internet zu übersetzen. Vom Gateway zum Internetserver werden hier die Protokolle auf HTTP und TCP/IP umgesetzt und die dann erhaltenen Daten vom Gateway zum Handy binär codiert und komprimiert, um die Datenmengen zu verkleinern und Bandbreite zu sparen. Abbildung 2.1 verdeutlicht diesen Zusammenhang.
Das WAP-Gerät stellt durch den Microbrowser WML-Seiten dar. Die Sprache ähnelt sehr stark HTML, benutzt aber den XML-Standard. Außerdem bietet sie ein paar nützliche Funktionen, welche den Umgang beim Browsen mit dem WAP-Handy vereinfachen. Daneben gibt es WMLScript als Skriptsprache, welche mit Javascript vergleichbar ist.
Damit WAP effizient arbeitet, wurde ein spezielles Schichtenmodell eingeführt. Ähnliche Modelle kennt man von anderen Netzwerkprotokollfamilien wie TCP/IP. WAP wird durch fünf Schichten beschrieben. Dies ist in Abbildung 2.2 dargestellt.
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